Der Ort zuerst, dann das Gerät

Welche Geräte braucht eine Outdoor Küche?

Die meisten Planungen beginnen bei der Geräteliste. Das ist verständlich. Es führt aber oft zu Küchen, die zu lang sind und zu viel können. Arbeitsfläche wird oft vernachlässigt.

Die umgekehrte Reihenfolge ist besser. Erst festlegen, wie draußen gekocht und gegessen wird. Dann das Gerät auswählen, das dazu passt.

Unser eigenes Grill-Feuer
Wenn das Kochen der Anlass ist, nicht die Aufgabe

Offenes Feuer

Ein Grill-Feuerelement ist langsam. Es braucht Vorlauf, Aufmerksamkeit und jemanden, der danebensteht. Bei einem Abend mit Gästen ist das kein Nachteil, sondern der Punkt. Das Feuer gibt dem Abend einen Ankerpunkt. Der Gastgeber verschwindet nicht in der Küche.

Wer werktags in zwanzig Minuten fertig sein will, ist damit falsch beraten. Dann ist offenes Feuer das zweite Gerät, nicht das erste.

Ein Zugrohr auf dem Grill-Feuerelement verbessert den Zug und führt Rauch gezielt ab. Das zählt überall dort, wo eine Wand oder eine Überdachung in der Nähe steht.

Ein Gerät für lange Garzeiten

Kamado

Der Kamado hält Temperatur über Stunden und ist damit das Gerät für alles, was Zeit braucht. Er ersetzt keinen Grill für die schnelle Runde, sondern erweitert das, was draußen überhaupt möglich ist.

Was ihn konstruktiv ausmacht, steht in Die Vorteile eines Kamado Grills. Planerisch wichtig: Er ist schwer, er strahlt Hitze ab, und er braucht rundum Abstand zu Fronten und Arbeitsplatte.

Gäste am Tisch der Außenküche mit Kamado vor einer Natursteinwand
Sandfarbene Außenküche mit Grillplatte und frischen Kräutern im Morgenlicht auf Mallorca
Die geselligsten Geräte

Teppanyaki und Plancha

Eine geschlossene Stahlfläche ist das Gegenteil eines Rosts. Nichts fällt durch, alles bleibt sichtbar. Gekocht wird vor den Gästen, nicht hinter Rauch.

Beide brauchen eine gute Absaugung nach oben oder freien Stand. Und sie brauchen mehr Ablage als man denkt, weil in kurzer Folge viele kleine Portionen entstehen.

Für alles, was einen Topf braucht

Induktion und Kochfeld

Ein Kochfeld im Freien wirkt zunächst überflüssig. Bis zum ersten Mal, an dem Beilagen, Sauce oder Nudelwasser doch wieder in der Innenküche entstehen. Genau das war meist der Grund, überhaupt draußen zu bauen.

Induktion ist draußen unempfindlicher als offene Flammen, weil Wind keine Rolle spielt. Voraussetzung ist ein belastbarer Stromanschluss, der in der Planung früh feststehen muss.

Kompakte Outdoor-Küche mit Outdoor Feuer, in Manufakturarbeit gefertigt
Fugendetail der sandfarbenen Arbeitsplatte einer Außenküche auf Mallorca
Die zwei Geräte, die Wege sparen

Kühlung und Spüle

Kühlschrank und Spüle stehen selten oben auf der Wunschliste. In der Nutzung machen sie den Unterschied. Sie entscheiden darüber, wie oft jemand ins Haus geht.

Eine Spüle draußen bedeutet Zulauf und Ablauf, und beides muss im Winter leerlaufen können. Das ist kein Detail für später, sondern eine Entscheidung vor dem ersten Spatenstich.

Wie viel Fläche die Geräte übrig lassen

Als Orientierung: Neben jedem Gerät sollten mindestens 40 cm freie Ablage bleiben, an der Hauptarbeitsstelle eher 80 bis 100 cm. Drei Geräte in einer 3-Meter-Zeile lassen davon fast nichts übrig.

Deshalb ist die ehrlichere Frage nicht, welche Geräte hineinpassen, sondern welche zwei oder drei tatsächlich benutzt werden. Die Checkliste vor dem ersten Entwurf geht diese Frage der Reihe nach durch.

Fragen zu Ihrem Projekt?

Wenn nach diesem Beitrag Fragen offen sind, beantworten wir sie gern. Nennen Sie uns Ihren Standort, die ungefähre Größe und Ihren gewünschten Zeitraum, dann können wir Ihr Vorhaben konkret einordnen.
Zusätzlich können Sie unser Magazin digital oder als Printversion anfordern.

Kontaktformular