Drei Gründe, die sich nicht wegkonstruieren lassen
Das Problem mit Standardbeschlägen
Werkstoffmischung. Übliche Beschläge arbeiten mit Stahlteilen. Trifft Stahl in feuchter, salzhaltiger Luft dauerhaft auf Aluminium, entsteht Kontaktkorrosion. Und zwar genau dort, wo man sie nicht sieht.
Gewicht. Eine Front aus massivem Material wiegt ein Vielfaches einer Möbeltür. Ein Band, das für 4 kg ausgelegt ist, setzt sich unter 15 kg über die Jahre, auch wenn es zunächst hält.
Durchdringungen. Topfbänder brauchen Bohrungen und Fräsungen in der Front. Jede Durchdringung ist eine Stelle, an der Wasser hinter die Beschichtung kommt. Unsere Konstruktionsregel dazu heißt Bohrungsdisziplin: keine Bohrung ohne konstruktiven Zweck.
Die Anforderungen an das eigene Band
Was daraus folgte
Aus diesen drei Punkten ergibt sich die Aufgabe fast von selbst. Das Band muss aus Werkstoffen bestehen, die mit dem Korpus verträglich sind. Es muss für das tatsächliche Türgewicht ausgelegt sein, nicht für ein angenommenes. Und es muss sich montieren lassen, ohne die Front unnötig zu durchdringen.
Dazu kommt ein vierter Punkt, der erst im Gebrauch auffällt: Eine Tür im Freien muss sich nachjustieren lassen. Untergründe setzen sich, Terrassen arbeiten. Ein Band, das nur beim Einbau einstellbar ist, ist nach drei Jahren kein Vorteil mehr.
Fragen, die bei jedem Hersteller funktionieren
Woran Sie ein taugliches Band erkennen
Aus welchem Werkstoff besteht die Achse, und wie ist sie gegenüber dem Korpusmaterial getrennt?
Für welches Türgewicht ist das Band freigegeben, und wie viele Bänder sind pro Front vorgesehen?
Wie viele Bohrungen entstehen in der Front? Und sind die Schnittkanten nachbehandelt?
Lässt sich die Tür im eingebauten Zustand in allen Achsen nachstellen?
Diese vier Fragen kosten nichts und trennen zuverlässiger als jede Produktbeschreibung. Sieben weitere Punkte dieser Art stehen in Was eine hochwertige Outdoor Küche ausmacht.
Warum überhaupt selbst entwickeln
Eigenentwicklungen sind teurer als Zukaufteile, und sie rechnen sich nur, wenn kein verfügbares Bauteil die Anforderung erfüllt. Beim Scharnier war das der Fall.
Das gilt auch für andere Stellen im PureAlu Korpussystem: Wo ein Standardteil die Bedingungen im Freien erfüllt, wird es verwendet. Wo nicht, entsteht ein eigenes.